Eine der häufigsten Fragen, die mir immer wieder gestellt wird ist die, wie ich dazu gekommen bin, Rednerin zu werden. Und gerne möchte ich diese als ersten Blog-Beitrag beantworten:

Es war ein sehr langer und weiter Weg mit sehr vielen Erfahrungen, bis ich schließlich mit über 50 Jahren den Beruf gefunden habe, der mich absolut erfüllt und zufrieden macht.

Schon als ich noch ein Kind war sagte meine Mutter immer zu mir: “Also reden kannst du ja” – besonders wenn sie in einer Diskussion mit mir mal wieder kopfschüttelnd aufgab. 🙂 Und später hielt ich bei fast sämtlichen Familienfeiern immer gerne Vorträge, die auch tatsächlich gerne gesehen waren 🙂 und trug auch sonst immer gerne zur Planung von Festen mit bei.

Es waren schon immer die gefühlvollen Zeiten und Momente im Leben, die mich anzogen: Hochzeiten und Geburten, Taufen und alles, was mit tiefer Liebe zu tun hat.

Doch ich hatte auch schon immer das Bedürfnis, Menschen in den traurigen Zeiten ihres Lebens zu begleiten und für sie da zu sein.

Ich nahm an Ausbildungen teil zur Hospizhelferin im Erwachsenen und Kinderhospiz. Und leider waren es auch eigene schwere Schicksalsschläge, die mich dazu gebracht haben, mich noch intensiver mit dem Thema Trauer auseinander zu setzen.

Ich engagierte mich sehr im Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e.V. und in der Funktion als Vorsitzende musste bzw. durfte ich auch an vielen Spendenübergaben teilnehmen und im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit auch Texte schreiben und vor sehr vielen Menschen sprechen. Doch damit hatte ich kein Problem. Ich schrieb auch von  jeher sehr gerne Aufsätze, Gedichte und auch Tagebuch.

Doch vor allem lagen mir auch die zwischenmenschlichen Beziehungen schon immer sehr am Herzen.

Ich nahm an weiteren Ausbildungen teil, um im Verein für die Familien unterstützend da sein zu können, vor allem auch dann, wenn die Eltern ein Kind verloren hatten.

Und auch beruflich ergab es sich, dass ich für etwa zwei ein halb Jahre bei einem Bestatter in der Beratung arbeiten durfte. Diese Arbeit lag mir, denn dort konnte ich auch meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen einbringen. Meine Empathie und mein echtes Interesse an dem, was sie bewegt. Und dazu beitragen, eine würdige und passende Trauerfeier zu planen, bei denen ich auch Trauerreden halten durfte.

Durch einen Umzug in die Ulmer Gegend ergab sich für mich die Frage nach meiner weiteren beruflichen Zukunft. Und nachdem es schon sehr lange mein Wunsch war, mich in dieser Richtung selbständig zu machen und ich auch von vielen Freunden und meiner Familie die Ermutigung dazu erhielt, entschloss ich mich dazu, als Rednerin tätig zu werden. Menschen in ihren wichtigsten Momenten im Leben zu begleiten mit Worten, mit Gesten und Ritaualen und mit all meiner Erfahrung.

In den Momenten voller Freude bei Hochzeiten, Taufen und Jubiläen, aber auch in Momenten tiefer Trauer.

Seit Mai 2017 bin ich nun dabei, mir diese Selbständigkeit immer noch weiter aufzubauen. Und ich bin unglaublich froh, diesen doch unsicheren Weg gegangen zu sein. Ich habe “meinen” Weg gefunden und meinen Beruf, der für mich eher eine Berufung bedeutet. In dem ich all meine Kompetenzen vereinen kann.

Ich freue mich sehr über die vielen guten Rückmeldungen, die mich darin bestärken, es richtig zu machen.

Doch vor allem freue ich mich darüber, so viele wunderbare Menschen kennen gelernt zu haben, die mir ihr Vertrauen schenkten und die ich ein Stück ihres Weges begleiten durften. Herzlichen Dank dafür!

 

 

 

Wie und warum ich Rednerin wurde …

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